Beichte: Frevel

Der Advent traf mich mal wieder unvorbereitet *g*
Mir war schon lange klar, wie mein Adventgesteck aussehen sollte und ich hatte auch alles hier, außer Kerzen.

Und am Samstag habe ich mir dann in den Weihnachtskisten „den Salat der Vorjahre“ angesehen. Wir sind so selten zu Hause, da werden die Kerzen kaum benutzt. Sonntags halt mal – aber auch da sind wir ja oft im Wald unterwegs.
Und so entschloss ich mich zu einem Frevel:
Ich habe gebrauchte Kerzen benutzt. So!
So kommen die Hochzeitskerzen doch noch zu ihrem Zweck – die haben bislang ja auch nur 5 Stunden gebrannt.

Mein Gesteck ist ohnehin in rot mit Bunt gehalten, da stören mich die bunten Kerzen (zwei verschiedene Farben) auch nicht mehr. Ich mag dieses ungewöhnliche Gesteck.
Meine Schwester hatte in etwa die ähnliche Idee – allerdings auch die gleiche Ausgangssituation daheim (war halt auch ein Teil der Hochzeitsdeko – 2 Teile hab ich mitgenommen, eins meine Mama und eins meine Schwester, war ja alltagstaugliche Herbstdeko).
Nur – ihres ist noch bunter. Und sie hat keine frevelhaften Kerzen genommen 😉

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Das war die erste Fassung. Es sind noch ein paar Kugeln mit dazu gekommen…

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Mädchenkram: Gedankenkino

Im Frühling dieses Jahres bekam ich von einer langjährigen Freundin (wir hatten mal 5 Jahre keinen Kontakt und die Schuld muss ich mir geben) eine email, dass sie mein Verhalten in letzter Zeit etwas daneben fand.
In einigen Dingen konnte ich ihr Recht geben, in einigen nicht – letztendlich habe ich mich aber entschuldigt. Ihre Email hat mich verletzt, weil ich – aus ihrer Sicht nachvollziehen konnte, wie sie sich fühlt. Dass ich letztendlich eine andere Sicht der Dinge habe, ist ne andere Geschichte.
Ich war mir nicht sicher, ob wir das jemals wieder in den Griff bekommen, aber es zog Zeit in’s Land und alles war gut.
Vor meiner Hochzeit bekam ich von ihr ab Tag 12 täglich eine email mit einem Countdown.
Süß.

Einen Tag nach den Flitterwochen sahen wir uns auf einer Versammlung, quatschten danach noch ewig lange. Und danach lies der Kontakt ein wenig nach. Nicht bewusst. Ich stellte nur irgendwann fest: Kacke, 10 Tage ohne Regung, email… Und mich beschlich sofort ein doofes Gefühl. Und mich nervt das – weil ich mich nicht zwingen lassen möchte, mich, in welchen Abständen auch immer, zu melden. So war das auch früher nie zwischen uns. Naja gut-als sie noch Vollzeit arbeitete, hatten wir ohnehin täglich Kontakt.
Und wenn’n nur ne Mail war a la: Sorry, Land unter. Melde mich nach Monatsabschluss.
Passt ja im Büro auch nicht immer.

Mittwochs schickte ich also eine Lebenszeichen email (4 Tage vorher hatten wir kurz per SMS Kontakt). Und von da an wartete ich nervös auf ein Zeichen. Ich hatte Sorge, dass sie sauer ist. Und ich habe mich aufgeregt, dass ich mich über sowas sorgen muss.
By the way – in der Zwischenzeit habe ich erfahren, warum sie im Frühjahr so ätzend war… (lag also nicht nur an mir, ihr Verhalten. Ihr fehlte die Arbeit. Seitdem sie Teilzeit arbeitet, ist sie wieder ausgeglichen).
Von Donnerstag auf Freitag der darauffolgenden Woche träumte ich von ihr. Ich träumte, dass wir uns trafen und sie mich ignorierte (so eine Situation gab’s mal – mein Ex lag im Krankenhaus, sie besuchten ihn zu zweit und sie hat mich tatsächlich komplett ausgeblendet *g). Ich machte mir Sorgen, wie es wohl im Elferrat wird – klar, eine große Gruppe, aber sie in meiner Nähe zu wissen, ohne zu ihr zu gehören war kein schöner Gedanke. Und so kam zu meiner Wut (weil ich es hasse, wenn man sich solche Gedanken machen muss und die Freundschaft anstrengend wird – gebranntes Kind – war nicht immer so zwischen uns) auch noch die Gewissheit, dass ich nicht auf sie verzichten kann und will.
Ich nahm also am Freitag meinen Mut zusammen und schrieb ihr, dass ich ratlos bin, dass ich davon ausgehen muss, dass sie sauer oder ähnliches ist, weil ich so lange nix gehört habe. Und wie anstrengend das ist, wenn man ständig in Sorge lebt, der Gegenüber ist sauer. Und hinterher hab ich noch so gedacht, dass sie, wenn sie vorher nicht sauer war, vielleicht jetzt sauer ist – wegen dem Teil, dass ich es anstrengend finde.
Ich wusste, sie ist Freitags ab Nachmittags arbeiten und hoffte, dass sie die Mail liest und mir ein Feedback gibt-und wäre es nur ein: Du bist ein Arschloch…;-D

Gegen Abend bekam ich eine SMS. Von ihr. Sie sei nicht sauer, nie sauer gewesen. Es täte ihr total leid, dass sie sich so lange nicht gemeldet hat, es wäre viel passiert und wenn’s am WE passen würde, könnten wir uns kurz treffen, um zu sprechen.
Puh! Ich war selten so froh in meinem Leben.

Ich muss aufhören, ständig an die Vergangenheit zu denken. Ich hasse das. Ja, es hakte im Frühjahr und ja…daran war ich nicht ganz unschuldig. Aber das ist doch abgehakt. Feierabend.

Ob wir uns heute sehen, weiß ich noch nicht. Zum einen ist sie arbeiten und zum anderen will ich sie nicht anstecken. Keine Ahnung, ob ich ansteckend bin, aber ich will es auch nicht riskieren.

Ich hoffe nur, dass ich den Stachel, der aus dem Frühjahr wohl noch in mir steckt, los werde. Es nervt mich und es macht diese Freundschaft anstrengend. Dass möchte ich nicht.

Grauer Freitag

Es ist kalt, es wird Winter.
Und seit Mittwoch geht’s mir schlecht. Der Magen.
Bleierne Müdigkeit hab ich schon was länger. Mit Kopfschmerzen wach werden kannte ich jetzt auch zur Genüge.
Mittwoch im Büro wär ich schon am liebsten heim gegangen, ging aber nicht.
Für Donnerstag stand ein wichtiger Termin an – also schleppte ich mich auch am Donnerstag in’s Büro.
Gegen mittag ging es einem Kollegen plötzlich so schlecht (Übel), dass er sich beiM Arzt wieder fand.
Ich schleppte mich so durch den Tag.

Freitag morgen stellte ich mir nur noch den Wecker, um mich morgens krank zu melden. Den Laptop hab ich mit nach Hause genommen.
Für den Fall der Fälle, man weiß ja nie.

Übel ist mir immer noch. Mein Kopf dröhnt, die Tabletten helfen nicht.
Lesen ist also nicht. Es wird ne Migräne.
Doof. Heute wollte ich dekorieren und einkaufen gehen, damit ich morgen backen kann, bevor es zum Hockey und zur Geburtstagsparty geht.

Der Mann ist jetzt cachen. Und ich liege mit der neuen „The simple life“ auf der Couch.
Ist halt so.

Wenistens blieben mir leidige Erkältungen dieses Jahr erspart. Die letzte Magengeschichte hatte ich Ende Februar. Fühlt sich diesmal genauso an. Hoffe, bis Montag bin ich wieder fit.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Motiviert von Dienstag bis Sonntag.

*augenroll*
Es ist echt schrecklich mit mir. Und dem Sport. Und ich weiß gar nicht, wann das angefangen hat.
Früher gehörte Sport einfach so dazu. Da war ich sogar Sonntags morgens im Fitness-Studio, wenn ich Samstags feiern war.
Und jetzt? Finde ich nicht mehr so richtig rein.
Manchmal gehe ich laufen. Das klappt dann 3 Monate am Stück ganz gut, bis irgendwas kommt, was mich rausreißt. Und das war’s dann wieder.

Sobald ich das Fitness-Studio kündige, bereue ich es. Darum zahle ich weiter.
Schreibt eine der Trainerinnen, dass sie einen Aerobic-Marathon veranstaltet, melde ich mich an. Der geht dann von morgens bis nachmittags. Viele schreckt es ab, mich nicht.

Ständig denke ich: Montag gehst du zum Step-Aerobic. Bis Sonntag Abend denke ich das. Von Dienstag an. Und ich freue mich darauf. Und dann kommt der Montag morgen und die ersten Zweifel breiten sich aus.
Wo ich gestern Abend nicht war, könnt ihr sicherlich leicht erraten 😉

Mich nervt das eigentlich sehr und trotzdem bekomme ich mich nicht hingetreten. Versteh ich nicht.

2013? 2013!

Nun gut, dieses Jahr hat schon noch ein paar wenige Wochen, aber machen wir uns nix vor…
Ehe wir uns umsehen können, klopft das Jahr 2013 auch schon an die Pforten.
In dem einen Moment freu ich mich noch auf die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit und im nächsten bemerke ich, wie ich mich immer mehr auf das Jahr 2013 freue.
Ich mag die Motivation, die ein Jahresanfang mit sich bringt (für mich).
Einen neuen Kalender beschreiben, die ersten Tage des Jahres, wo man sich noch fragt: „Was wird alles passieren?“

Manchmal frage ich mich, wo das Jahr geblieben ist. Ich soll jetzt schon fast 1 Jahr hier in der Wohnung wohnen?? Ein Jahr im Dorf, aus dem ich kam? Wie krass.

Und da ich mich ja ohnehin schon wieder sehr mit dem Jahr 2013 beschäftige, lass ich euch hier mal kurz an meinen Gedanken über zukünftige Projekte teilhaben:

1. Ich habe heute ein Erinnerungsbuch gekauft mit dem festen Vorsatz, dies auch zu befüllen. Abgeguckt beim Gänseblümchen. Eine Idee der Ja-Sagerin
2. Heute früh stolperte ich über einen Artikel bei Alex_Blue, der mich sehr interessierte. 5-Year-Journal. Das möchte ich gerne probieren.
3. Als ich dieses Blog hier begann, stolperte ich über diverse 101-Dinge-in-1001-Tage-Listen. WOW! Ist mir aber ein zu langer Zeitraum und so schnorrte ich meine Idee beim Gänseblümchen. 13 things to do in 2013. Das krieg ich hin. An dieser Liste arbeite ich zur Zeit. Einige Ideen habe ich. Fix wird diese Liste dann aber erst am 31. Dezember.

Für das 5-Year-Journal werde ich wohl einen Karteikasten mit Karteikarten nehmen. Einen Kasten hätte ich. Nur *unschuldigpfeif* find ich den ziemlich hässlich. Da werd ich mich nochmal umschauen.

Sind natürlich alles 3 ähnliche Projekte. Aber: who cares?
Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie lange ich so motiviert bin.

Nachdem ich beim 5-years-Journal gelesen hatte, dass man nicht zwingend am 01.01. anfangen muss, habe ich tatsächlich heute schon angefangen, proforma. Hab ja noch keinen Karteikasten 😉